Der Ausrichter

Die Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig (GfZK) ist ein Ausstellungshaus und Museum für zeitgenössische Kunst und sowohl in ihrer Ausrichtung als auch in ihrer Trägerschaft nach wie vor die einzige Institution ihrer Art in den neuen Bundesländern. Seit der Eröffnung entwickelte sich die Galerie zu einer der führenden Institutionen der Gegenwartskunst, nicht nur in den neuen Bundesländern, sondern weit darüber hinaus. Sie fördert und vermittelt künstlerische Positionen in eigenen und öffentlichen Räumen. 1998 bezog die GfZK die vom Dresdner Architekten Peter Kulka umgebaute Herfurt´sche Villa am Johannapark. 2004 folgte ein zweites Ausstellungsgebäude von as-if berlinwien. In diesen Räumen sind pro Jahr acht bis zehn Ausstellungen vor allem von jüngeren Künstlerinnen und Künstlern zu sehen, aber auch bedeutende kunsthistorische Positionen vergangener Jahrzehnte. Eine öffentlich zugängliche Bibliothek, mehrjährige Forschungsprojekte, Stipendien sowie ein spezifisches Vermittlungsprogramm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene verzahnen sich mit Sammlung und Ausstellungen.

Regelmäßige Kooperationen mit Partnern in- und außerhalb Europas sind ebenfalls programmatisch für die Ausrichtung der GfZK, die von Anfang an international orientiert war. Ergänzt wird dieser Schwerpunkt von einem intensiven Engagement vor Ort – sowohl in Bezug auf die Stadt Leipzig als auch in Bezug auf das Land Sachsen. Direktorin der GfZK ist seit 2012 Franciska Zólyom. Zusammen mit alpha 2000 wurde die Ausrichtung des Preises über die Jahre weiter entwickelt.

Kuratorin der Ausstellungen ist Ilina Koralova. Seit 2010 ist sie freie Kuratorin in Leipzig. Zwischen 2002 und 2009 hat sie als Kuratorin an der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig gearbeitet. Seit 2007 – Dozentin an der Universität Leipzig, Institut für Kulturwissenschaft. Von 2000 bis 2001 absolvierte sie ein kuratorisches Ausbildungsprogramm an der De Appel Stiftung in Amsterdam. Im Rahmen von Forschungs- und Ausstellungsprojekten in der GfZK hat sie mehrere Gruppenausstellungen kuratiert, u. a. Introducing Sites, Unterbrochene Spiele, o.T. [City IV], alpha 2000 – Kunstpreis Europas Zukunft, und die Einzelausstellungen u. a. mit Tilo Schulz, Monica Bonvicini, Muntean & Rosenblum, Oliver Kossack, Ahmet Ögüt. Als freiberufliche Kuratorin hat Ilina Koralova 2010 die Gruppenausstellung Einen Ort herstellen in Dresden-Hellerau organisiert. Ilina Koralova hat Kunstgeschichte an der Akademie der bildenden Künste in Sofia studiert.